Meine Familie gehört normalerweise wirklich nicht zu diesen langweiligen Spießerfamilien, in denen die Mutter aka. Hausfrau eine Panikattacke bekommt, wenn die Buchsbäume im Vorgarten zwei Zentimeter zu hoch gewachsen sind und der Vater aka. Geldbeschaffer zweite Bezeichnung besonders hervorhebt, wenn nicht nach seiner Nase getanzt wird. So nach dem Motto: „Wenn ich hier schon für euch alle das Geld eintreibe, kann ich doch wohl Sonntags wenigstens ’nen gescheiten Braten erwarten, Frau!“ (Leicht übertriebene Darstellung, wie immer.)

In zwei Punkten jedoch überschneiden wir uns doch mit dieser Spezies von Familie:

  1. Wir wohnen in einem öden Kaff in einem öden Wohngebiet in einem…ja: Reihenhaus. Keine Geschäfte, keine Kaffees, kein Kino. Exciting!
  2. Wir fahren seit ich mich erinnern kann jedes Jahr in das gleiche Kuhdorf namens Steibis (nahe Oberstaufen im Allgäu). Mit der gesamten Familie, sprich: Mama, Papa, Schwester, Tante, Onkel, Cousins, Oma und Opa.

Japp, wirklich Klischee. Doch die Sache ist die: Ich genieße es wirklich jedes Jahr aufs Neue. Es liegt vermutlich daran, dass ich ein Mensch bin, dem Erinnerungen sehr wichtig sind und ich genieße es, diese immer mal wieder neu aufleben zu lassen. Doch auch ohne den Nostalgie-Bonus, kann ich den gemütlichen Touristen unter euch, die nicht viel Action brauchen, dafür aber Landschaften und Ruhe genießen können, Oberstaufen bzw. Steibis wirklich empfehlen. Zu meinem Geheimtipp Nummer 1 gehört Das blaue Haus . Ein supersüßes blau-weiß gestrichenes Landhaus, in dem man Deko-Waren sowie Kochbücher durchstöbern und es sich bei Kaffe und Kuchen gemütlich machen kann. Wenn man das Glück auf seiner Seite hat und Schnee liegt, kann man nicht nur auf dem Imberg toll Ski fahren, (die Bewertung „toll“ kommt obviously nicht von mir, sondern von den Ski-Fahrern in der Familie. Ich wurde nur in meiner Kindheit auf die Bretter gezwungen, bis man relativ schnell gemerkt hat, dass ich auch in diesem Sport ein hoffnungsloser Fall bin.), sondern man kann ebenfalls auf der Hütte, dick eingepackt auf Liegestühlen, eine heiße Schokolade genießen. (Eher mein Ding.)

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Im Sommer sind wir immer die Wurzelwege abgelaufen, die durch den Wald zu einem Wasserfall führen. Als Kinder haben meine Schwester und ich es natürlich geliebt über die Baumwurzeln auf dem Weg zu hüpfen und beim „Anton“ auf der Hütte dann eine Vesperpause einzulegen. Es stecken wirklich sehr viele Familien-Erinnerungen in diesem Urlaubsort, weswegen es mir auch immer wichtig ist, dass auch heute noch alle mitgehen. Denn sonst ist Steibis nicht Steibis. (Damn, so deep.)

Dieses Mal waren wir über den Geburtstag meiner Mom dort und es war ziemlich neblig, aber was wollen wir erwarten, wenn wir im November auf die Alp fahren? Während jedoch alle über das Wetter ein wenig gemeckert haben, fand ich dieses neblige Grau ziemlich cool.

Also guys, haut rein und „spießt“ nicht zu viel 😉

Eure Christophenopelis

 

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