Kennt ihr das? Ihr surft im Internet auf Seiten wie Pinterest oder Insta und seht viele gutaussehende Rezepte, denkt euch aber: „Neee, viel zu kompliziert!“ oder „Weinsteinbackpulver? Kardamom? Was zum Henker soll das sein?“ und verwerft die Idee es auszuprobieren relativ schnell wieder. Doch DANN plötzlich springt euch ein himmlisch aussehendes Etwas entgegen (ich weiß ja nicht was es bei euch gewesen sein könnte, aber etwas essbares sollte es schon sein). Ihr guckt euch die Zutatenliste an und denkt jetzt: „Eigentlich machbar“.

In gespannter Vorfreude geht ihr also los, mit einer fetten Einkaufstüte,einem Korb oder einem Rucksack (je nach Coolheitsgrad) und seid bereit alles dafür zugeben (wenn es sein muss auch finanziell) um dieses Hammer Etwas zum Leben (und zum Verschlingen) zu erwecken. Ihr macht euch ans Werk, fuhrwerkelt in der Küche herum, die schon nach 10 Minuten einem >Ort, der nicht sauber ist< ähnelt (setzt selbst was ein, so kreativ bin ich dann auch nicht…) und langsam und schleichend dämmert es euch… Das kann absolut nix werden. Die Hardcore-Menschen unter euch ziehen es dann trotzdem voll durch, obwohl sie wissen, was für eine Blamage dieses Etwas ist, das absolut niemand je entdecken soll. Die anderen geben schon vorher frustriert auf, kippen das Zeug weg und überlegen was sie sich von dem Geld alles hätten kaufen können (eine Kiwi-To-Go-Box, eine Zitrusschalen-Schere oder was der Mensch sonst so im Alltag dringend benötigt).

In meinem Fall, liebe Leute, war es eine „glutenfree banana-pomegranate“ Torte und ja…bei den zwei angehängten Bildern muss ich euch wohl nicht erklären, welches das Original und welches meine „Inkarnation der Geilhaftigkeit“ war (wie es mein Freund formulieren würde). Trotzdem muss ich dazu sagen, dass ich mich zu den Hardcore-Menschen zählen darf! Denn obwohl schon der Teig in die Hose ging, weil flach und teigig statt hochgebacken und fluffig, hab ich dies einfach geflissentlich ignoriert und die restlichen Zutaten für die Granatapfelsoße und das Frischkäse-Frosting ebenfalls verschwendet. ABER ich hab es durchgezogen! Nur, to be honest, die Karamellsauce hab ich mir letztlich gespart und hinzugedacht…also nur halb Hardcore, aber immerhin.

Und am Ende stand ich wieder einmal vor dem großen Mysterium: Wie kann, wenn ich ein Rezept genauestens befolge, am Ende SO ETWAS (das keinen Namen verdient hat) entstehen? Bitte glaubt jetzt nicht, dass meine Backkünste in der Backwelt so verabscheut werden wie Quasimodo unter den Menschen…Ich bin kein Meisterbäcker, keineswegs, wie man hieran ja auch sieht, aber ein paar Rezepte habe ich-ohne mich selbst loben zu wollen- schon ganz gut hinbekommen 🙂 Ein paar davon werde ich in nächster Zeit auch mal hochladen.

Auf jeden Fall, um beim Thema zu bleiben, schieb ich die Schuld letztlich dann meist diesen Internetmenschen zu, die mich sicher über den Tisch gezogen haben, diese Halunken! (Ich weiß natürlich insgeheim, dass dies höchstwahrscheinlich nicht der Fall ist, aber was tut man nicht alles, um sich selbst wieder besser zu fühlen…)

Und jetzt viel Spaß beim Fremdschämen oder bei der Schadenfreude!

Eure Christophenopelis

HI5A6350

Erst das wunderschöne Original…

IMG_2864

…und TADA! Ach, ohne den Vergleich sähe es vielleicht sogar…Ok, nein. Einfach, nein.

 

P.S. Falls ihr euch selbst dran versuchen wollt (und die meisten von euch kriegen das wahrscheinlich eindeutig besser hin): der Blog heißt ourfoodstories.com und die zwei Mädels, die das machen, haben es wirklich drauf! Schaut da ruhig mal rein 😉

Advertisements

4 Gedanken zu “Das Torten-Debakel

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s